Alle Jahre wieder der große Adventsbasar

15.12.2017 16:52

Erreichen des Crowdfunding- Ziels für den Saalbau

Crowdfundingaktion im Foyer
Crowdfundingaktion im Foyer

Einen Grund mehr, den diesjährigen Basar schön zu gestalten, hatten die daran beteiligten Eltern und Schüler alle Male. Nämlich den geplante Saalneubau auf dem Schulgelände und das zur Spendensammlung ins Leben gerufene Crowdfunding-Projekt.

Bis zum Freitag davor wurde ganz normal unterrichtet. Am selben Nachmittag wurde die Schule von den Schülern der 10. Klasse umgeräumt und dann von der Elternschaft in Beschlag genommen. Alle wochenlang zuvor vorbereiteten, handgefertigten Sachen, Besonderheiten, Deko-Artikel, Holz-, Ton-, Filz-, Strickarbeiten fanden Platz in den weihnachtlich dekorierten und nach Themen umgestalteten Schulräumen.

„Dabei kann man vieles selber machen, man kann frei und kreativ sein und das ist ein schönes Gefühl“, strahlte Siebtklässlerin Josefine über das ganze Gesicht. Zusammen mit zwei Mitschülerinnen verkauft sie Tee, Salben und Öle, welche die Mädchen selber hergestellt haben. Die Ringelblumen, die Zitronenmelisse, das Johanniskraut haben sie selber während des Gartenbau-Unterrichts angebaut, geerntet, getrocknet und weiterverarbeitet. Mit selbst hergestelltem Bienenwachs von den eigenen Bienen im Schulgarten zum Beispiel.

Die in und um die Schulgebäuden herum aufgebauten etwa fünfzig Verkaufsstände und Essensbuden, die Workshops und die Mitmach-Aktionen aber auch die Konzerte sorgten für eine stimmungsvolle Atmosphäre, die nicht nur Kinderaugen groß werden ließen. Auch die unzähligen Besucher, geschätzte 1500, haben sich durch die fantastische Auswahl, die schön hergestellten Dinge und die warme Atmosphäre anstecken lassen.

Ein Magnet für die jüngeren Kinder war das Unterstufen-Gebäude mit seinen tollen Aktionen: Edelsteinsieben, Filzen, Kerzenrollen. In der Waldbastelstube wurde gebastelt, gehämmert und geklebt bis die Kinder zufrieden waren und mindestens ein Weihnachtsgesteck selber oder mit ein wenig Hilfe gezaubert hatten. Auch das liebevoll dekorierte Zwergenstübchen wollte man vor Staunen nicht mehr verlassen. Märchenfiguren aus Filz, gestrickte Ritterhemden, genähte Umhänge, Schwerter aus Holz, Speere und Helme, gehäkelte Geburtstags-und Prinzessinnenkronen, Schmuck und Tiere aus Filz, Zauberstäbe und gefilzte Zwerge soweit das Auge reicht. Auch im Raum “Schöner Wohnen“ konnte man staunen: Windspiele, Mobiles, Windlichter, große Traumfänger und viele schöne Deko-Artikel gab es dort zu sehen.

„Seit etwa dreißig Jahren, schon vor der Schulgründung, wird der Basar bereits organisiert. Jahr für Jahr, ohne Unterbrechung. Mit dem gesammelten Geld wurden besondere, wertvolle Schulprojekte unterstützt“, erklärt Alfons Thelen-Brücher, Lehrer an der Waldorfschule seit ihrer Gründung. Der Basarkreis, der aus Müttern aller Klassen besteht, fängt früh genug an, sich zu treffen, um einen reibungslosen Ablauf zu planen und zu organisieren. Unter der Führung von Esther Straube, einer ehemaligen Schülerin, und der Handarbeitslehrerin Heike Laumann, stemmt das Basarteam eine am bereits im Vorfeld und dann am Basartag selbst eine Flut von Aufgaben.

Neben dem Verkauf von selbsthergestellten Dingen gibt es ein in eigener Regie von den Schülern der älteren Klassenstufen organisiertes Restaurant, ein Ehemaligen-Café, viele Getränke- und Popcornstände und ein Sternencafé. Waldorfschüler schmückten mit Hilfe ihrer Eltern liebevoll die Eingangsbereiche, Flure und Treppenhäuser in der ganzen Schule, damit diese zu einer gemütlichen Begegnungsstätte aller Lehrer, Eltern, Schüler, Familien, Freunde und Menschen aus Erftstadt werden konnte. Während der Basarzeit liefen Puppenbühne, Workshops, viele Bastelangebote und eine Pädagogische Ausstellung mit Schularbeiten aller Jahrgangstufen, die jedes Jahr vom langjährigen Klassenlehrer Andreas Holst und dem Werklehrer Achim Middelhoff gestaltet wird.
Aufführungen und Konzerte im Eurythmieraum rundeten das Kulturangebot ab.

Einzig die Nachricht, dass die für den Saalbaubeginn angestrebten 50.000 Euro dank Spenden und unabhängig vom Basargewinn acht Tage vor dem Ablauf der Crowdfunding-Projekts zur Verfügung stehen, unterbrach mit starkem Applaus das bunte Treiben.
Der Basar und das Saalbauprojekt, zwei großartige Projekte, durch welche die Schulgemeinschaft belebt und gestärkt wurde.

Iana Peterhoff (Mutter aus der 2. Klasse)

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